IFHE – Weltverband Hauswirtschaft tagt in Bonn

Hauswirtschaft bewältigt Naturkatastrophen

Vertreterinnen des Weltverbandes für Hauswirtschaft aus 17 Nationen trafen sich in der deutschen Zentrale in Bonn. Sie stellten dar, welchen Stellenwert die Hauswirtschaft in ihren Ländern hat. Im Raum Südostasien zum Beispiel hat das Schulfach STEAM (science, technology, engineering, arts, mathematics) eine große Bedeutung. Auch aus Afrika wurde von staatlichen Programmen berichtet, die hauswirtschaftliche Kompetenzen in der Bevölkerung verbessern sollen. Hier geht es oft um Abwehr von Mangelernährung, Armut, Arbeitslosigkeit und Ausbeutung der Natur. Es wird klar, dass alle Menschen, egal wo sie leben, dieselben Herausforderungen bewältigen müssen. Unabhängig davon, ob ihnen viel oder wenig zur Verfügung steht, ob sie im klassischen Sinne reich oder arm sind. Gerade nach Naturkatastrophen sind hauswirtschaftliche Fertigkeiten von größer Bedeutung.

Anerkennung und Ausbildung gefordert

In den meisten Mitgliedsländern des IFHE *(International federation for home economics) ist die Vermittlung von hauswirtschaftlichem Wissen in irgendeiner Form im Lehrplan vorgesehen. An der Umsetzung hapert es jedoch häufig, weil zu wenige Lehrerinnen ausgebildet werden oder weil sich andere Themen in den Vordergrund schieben.  Die daraus resultierenden Forderungen des Weltverbandes finden sie auf www.ifhe.org. Dr. Kerry Renwick sprach eine herzliche Einladung zum IFHE Kongress in Wellington in 2028 aus.